Shoulder Surfing
Dienstag, 13. Januar 2009 | Autor: admin
Es geschieht an Geldautomaten, in Internetcafes und auch in ihren eigenen vier Wänden. Nichts ahnend geben sie gerade ein paar sensible Daten in ihr Notebook ein, und schwups! ist es auch schon passiert: Jemand hat ihre Daten heimlich ausgespäht! Gänzlich unbemerkt stand da jemand hinter ihnen, der mit einem kurzen Blick ihre PIN-Nummer, ihre Online-Zugangsparameter oder auch ihren Namen und ihre Anschrift herausbekommen hat.
Spätestens beim nächsten Einloggen in ihr Email-Konto werden sie dann erstaunt feststellen, dass ihnen ihr Passwort keinen Zugang mehr gewährt oder ihr Konto gänzlich aufgelöst wurde. Und das ist noch ein harmloses Beispiel.
Im heutigen Informationszeitalter ist so gut wie niemand vor einer Shoulder Surfing - Offensive sicher. Die Nutzung von Geldautomaten und Internetanwendungen ist für uns so selbstverständlich geworden wie das morgendliche Zähne putzen. Doch auch wenn sie die Öffentlichkeit meiden und lieber am heimischen Rechner Bankgeschäfte und Bestellungen erledigen, heisst das nicht, dass sie sich in Sicherheit wiegen können: Shoulder Surfer benutzen auch Ferngläser und Teleskope, um beispielsweise durch ein Fenster auf ihren Bildschirm oder ihre Tastatur zu spähen.
Wie kann man sich also effektiv vor derartigen Übergriffen schützen?
Wichtig ist es, das Problem als solches anzuerkennen. Damit haben sie schon die wichtigste Präventionsmaßnahme erfüllt.
Wie schön wäre es doch, wenn Programmierer auch für eine solche Sicherheitslücke eine Art Anti-Shoulder-Surfing-Software herausbringen könnten. Vielleicht sogar mit regelmäßigen Aktualisierungsintervallen und automatischer Neutralisierung von Shoulder Surfern.
Doch leider wird ihnen nichts weiter übrig bleiben, als Vorsicht walten zu lassen. Auch wenn sie für Aussenstehende ein wenig paranoid wirken könnten: Sehen sie sich ruhig noch einmal um, bevor sie eine Eingabe in das EC-Kartenlesegerät vornehmen. Bitten sie die hinter ihnen stehende Person (mit einem offensichtlichen Bedürfnis nach Nähe), ein wenig Abstand zu halten.
Sofern sie mit ihrem Notebook unterwegs sind: Setzen sie sich möglichst mit dem Rücken zur Wand. Mit ein wenig Geschick lässt sich mit ihrem Körper die Sicht auf den Notebook-Bildschirm verdecken.
In den eigenen vier Wänden empfiehlt sich eine blickdichte Gardine oder ein einfaches Raffrollo vor Fenstern, die den Blick auf einen Bildschirm freigeben.

